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Die Kindermörderin

18. Jahrhundert.

Ein unbeugsames Gesetz.

Und nur ein Fehltritt bestimmt dein Leben unwiderruflich.


So stürzen die Folgen einer einzigen Nacht Evchens komplette Welt in Trümmern. Schon nach kurzer Auseinandersetzung mit dem Stück kann man feststellen, dass die Gesetze für die Gesellschaft seit der Zeit des Autors zunehmend fortschrittlicher gestaltet wurden und dass das Leben früher in vielerlei Hinsicht vom Einfluss anderer bestimmt worden ist.

Mal wieder ein gut geplantes und inszeniertes Stück mit einem tiefgreifenden Hintergrund, der zum Nachdenken anregt. Trotz des ernsten Themas haben die Darsteller das Publikum mit ihren Wortspielen immer wieder zum Lachen gebracht. Die Schauspieler haben sich sehr gut in ihre Rollen hineinversetzt und auf der Bühne verkörpert, ob nun herrisch, süffisant oder an seiner persönlichen Grenze zerbrechend.

Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Alexa Schnäbele als Wirthinn (sic) und Magister, die sie exzentrisch und authentisch dargestellt hat. Und das Spiel von Jemima Rosinski als Lieutenant von Gröningseck, dessen vielseitigen Charakter sie gut rübergebracht hat.

Alles in allem war das Stück nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ und auf jeden Fall sehenswert.


Kira Tillmann und Ronja Steiner, 8C, „Thalias Enkel“

It’s our time to go, but at least we stole the show

Und das hat das Ensemble der Elsa-Brändström-Schule auf jeden Fall getan. Die Aufführung des Stückes “Die Kindermörderin” von Heinrich Leopold Wagner ist circa eine Woche her, doch die Erinnerungen sind noch ebenso frisch, wie einen Tag danach. Langsam setzt die Trauer über das Ende des Stückes ein und man beginnt sich an die vielen lustigen Probenwochenenden und Montagsproben zu erinnern. So mag manch einer denken, die Darsteller lernten ihren Text, atmeten kurz vor der Premiere tief durch, spielten das geplante Stück für die Zuschauer und das Tohuwabohu ist vorbei. Das Publikum klatscht, die Schauspieler sind einen Moment gerührt und vorbei ist das Theater.


Doch da gibt es einiges, was sich hinter den Kulissen abspielt, damit das Stück funktioniert. Damit die Aufführungen harmonisch ablaufen und wenig Patzer passieren, muss das Team perfekt aufeinander abgestimmt sein, die Chemie muss stimmen und jeder muss darauf eingestellt sein, dem anderen improvisierend helfen zu müssen, falls es “Texthänger” gibt. Bei der Theatergruppe der   Elsa-Brändström-Schule ist dies der Fall, jeder versteht sich mit jedem gut. Die Rollen sind wie auf die Schauspieler zugeschnitten - Fabian sieht aus, als wäre er schon immer ein prolliger Metzger gewesen und Hannah zeitlebens die naive umsorgende Mutter Evchens. Lexi spielt den Magister mit einer Leidenschaft, dass der Zuschauer denkt, sie sei für diese Rolle geboren worden und Evchen selbst bekommt von Julia eine leicht zickige Art eingehaucht, welche den Charakter noch viel lebendiger macht als das in Wagners Rollengestaltung zum Ausdruck kommt. Jeder ist ein Special. Frau Manegold hat Profis im Gepäck.

Doch wie läuft das „Gezetere“ hinter den Kulissen ab?
Seit dem zweiten Probenwochenende sind Tee und Spekulatius zum notwendigen “Calm-Down” Mittel geworden. Nicht selten sah man das komplette Ensemble auf den Stufen der Bühne sitzen, gemeinsam Tee trinken und sich Geschichten erzählen.

Viel wurde über die Rollen des jeweils anderen geredet, um sich seinen Charakter innerhalb des Personengefüges auszumalen.     
“Man muss erstmal hinter die Träume, Gedanken und Wünsche der eigenen Figur kommen, um sich mit dieser identifizieren und sie überzeugend spielen zu können. Dazu gehört viel mehr, als bloß den Text auswendig zu lernen”, sagt Hannah Rühmann, welche die Rolle der Frau Humbrecht, der Mutter der Kindermörderin spielt.
Nach genauerer Beobachtung lassen sich verschiedene Typen festmachen, die sich unterschiedlich vor dem Auftritt und “Behind the scenes” verhalten. Erst einmal gibt es den typischen Wirbelwind, von dem nicht selten Sätze, wie, “Wo ist der Eyeliner?”, “Wo ist mein Beffchen? Mein Mantel? Meine Tasche?”, zu hören sind. Der Wirbelwind ist nervös, fuchtelt umher und ihm schießt das Herz vor Aufregung förmlich aus der Brust. Als zweites gibt es den entspannten Vorfreude-Kumpanen. Zwar läuft er leicht aufgeregt den Gang auf und ab, jedoch spricht er jedem seiner Mitspieler freundlich zu. Dann gibt es noch die zuversichtlichen Umsorger, die letztlich das Beffchen zuknoten, die Perücken aller zurechtrücken und ihre ruhigen Hände auf die Schultern der Wirbelwinde legen, sodass diese endlich Ruhe geben. Und zu guter Letzt: Die Naschkatzen und Handyzocker: Massenweise Spekulatius, Brot, Schokolade und alles andere bahnen sich ihren Weg durch den Verdauungstrakt dieser Art von Schauspieler, bevor sie galant und graziös die Bühne betreten und ihren Auftritt absolvieren. Bei den Handy-Spielen weit vorne: Smashy Road und Doodle Jump.

Natürlich kann nicht immer alles ganz reibungslos verlaufen, so manch einer schlug bereits nach den Proben die Hände über dem Kopf zusammen und die Regie musste die Schauspieler mehr als einmal daran erinnern, dass man sich auf das Spielen konzentrieren müsse. Jedoch gehört das dazu und es würde wohl auch nicht so viel Spaß machen, wenn nicht immer mal wieder die Meinungen auseinander gehen und Alexa Schnäbele lautstark mit der Regie über die Umsetzung von diversen Szenen debattieren würde.
Am Ende sind doch alle zufrieden und egal, um welche der oben genannten Spezies es sich handelt, zusammen ergeben sie eine kleine Familie, deren Mitglieder die Abiturienten vermissen werden. Diese Familie würde miteinander durch dick und dünn gehen und hat auch schon so einiges miteinander durchgestanden; darunter diverse Outfit-Probleme, Versprecher beim Auftritt und auch die plötzlich abgefallene Türklinke im Zimmer der Humbrechts.
Da man sich in einer Familie gegenseitig hilft, gibt es kurz vor den Aufführungen gemeinsame Massage-Sessions, um sich alle Aufregung aus dem Leibe zu kneten. Im belebten Garderobenraum spielen sich gemeinsame seelische Vorbereitungen auf das Stück ab, in dem man sich konzentriert beim Schminken hilft, die Kostüme anzieht oder Songs aus dem Stück noch einmal lauthals trällert.
Das gelbe Theatersofa hinter den Kulissen wurde während der Aufführungen zum Treffpunkt aller. Euphorisierte und aufgeregte Gesichter kleben ein letztes Mal vor ihrem Text, bevor sie sich auf die Bühne stürzen, auf die gespannte Blicke fallen. Durch diese wohlwollenden Zusammenkünfte verstärkt sich die Gruppendynamik und wer die Gruppe nur für kurze Zeit beobachtet, der erkennt sofort, dass es sich hier um  ein eingespieltes Team handelt, um eine Familie eben. Wie in dem Song “Stole the Show”, der in der Überschrift zitiert ist, ist irgendwann der Moment gekommen, an dem der Auftritt vorbei ist, aber nichtsdestotrotz kann sich das Ensemble noch an dem Gedanken erfreuen, dass sie zumindest definitiv die “Show” gerockt haben. Auch in Zukunft sind viele großartige Stücke zu erwarten, denn für alle Teilnehmer der Theatergruppe ist und bleibt klar: Theater muss sein!

„Junge, hilflose Frau tötet eigenes Kind.“

Bei diesen Worten läuft einem wohl zunächst ein kalter Schauer den Rücken hinunter, doch genau das tat die Figur aus Heinrich Leopold Wagners Drama „Die Kindermörderin“ aus dem Jahr 1776, welches am Dienstag, den 12.01.2016 in der Aula der Elsa-Brändström-Schule Premiere feierte.

Nachdem die 18-jährige Metzgerstochter Evchen unehelich schwanger geworden war und ihr Elternhaus verlassen hat, ist sie nach der Geburt ihres Kindes vollends überfordert mit dessen Ernährung. Zudem verspürt sie große Scham vor der restlichen Gesellschaft, innerhalb welcher die Zeugung eines unehelichen Kindes als großes Tabu gilt. In ihrer Ausweglosigkeit sieht Evchen keine andere Möglichkeit, als ihr Kind zu ermorden.
Die Thematik ist also zunächst einmal sehr ernst und es mag die Frage aufkommen, ob dieses doch sehr „klassische“ Stück überhaupt interessant für jüngere Personen ist. Doch dazu lässt sich sagen, dass das Theaterstück allein durch die Schauspieler der Theater-AG, welche die vielfältigsten Charaktere darstellten, sehr interessant wurde. Zum einen gab es beispielsweise das hilflose und verzweifelte Evchen, welches von Julia Meens dargestellt wurde. Zum anderen ihren Vater, den Metzgermeister Martin Humbrecht, gespielt von Fabian Weber, welcher seine Gefühle eher hinter einer Fassade verbarg. Die schauspielerischen Leistungen der Darsteller überzeugten allesamt. Jeder einzelne schien sich zuvor intensiv mit seiner Rolle auseinandergesetzt zu haben.
Ein weiterer Aspekt, der das Stück sehenswert  machte, war die Einbindung von Rap-Texten, welche dem Stück einen sehr individuellen und modernen Charakter verliehen. Unterstützt wurde der Eindruck von Individualität zudem durch den Auftritt einer Balletttänzerin, die eine Art Seelenspiegel Evchens darstellte und eindrucksvoll demonstrierte, wie sie allmählich ihre Standsicherheit verlor.
Einzig akustisch kam es bei den Zuschauern anfänglich zur Verwirrung, da der Großteil der Schauspieler ohne Mikrofone sprach. Als allerdings die Stimmen einiger weniger durch Mikrofone drangen, waren sie eingangs schwer zuzuordnen und wirkten zunächst etwas irreal.
Abgesehen davon haben die schauspielerischen Leistungen, sowie die originelle Inszenierung jedoch so sehr überzeugt, dass man darüber leicht hinwegsehen konnte. Somit wäre es wohl ein Versäumnis gewesen, wenn man lieber faul auf dem Sofa herumgesessen hätte, anstatt eine der Aufführungen zu besuchen.

Stephanie Ossarek, 12. Jg.

Hintergrund: Behind the Scenes – Es ist alles eine Frage der Technik

Doch nicht nur hinter der Bühne ist man im Stress. Auf der anderen Seite des Vorhangs ist nämlich auch eine Hand voll Leute am Gelingen des Theaterstücks nicht ganz unbeteiligt. Ganz unscheinbar, noch hinter den Zuschauern, sitzen drei junge Schüler und sogar eine Schülerin vor ein paar Mischpulten und Laptops in einem kleinen Dschungel aus Kabeln aller Art und sorgen dafür, dass das, was der Zuschauer als selbstverständlich wahrnimmt und erst bemängelt, wenn es fehlt, richtig funktioniert. Dieser Haufen doch manchmal etwas „schräger Vögel“ stellt die Schauspieler auf der Bühne wortwörtlich ins rechte Licht, sorgt für musikalische Unterstützung bei den Raps, steuert die im Stück zahlreich verwendeten Mikrophone und Headsets und spielt Soundeffekte, wie z.B. das Geschrei von Evchens Kind ab. Nicht zu vergessen der aufwändig eingespielte Film, den Julian Noster aus der Technikertruppe praktisch ohne Hilfe aufgenommen, mehrfach geschnitten und nachbearbeitet hat.
Harte Arbeit, die bei jeder der zahlreichen Proben zwei Stunden permanente Konzentration auf das Stück und die technischen Geräte um sich herum und manchmal auch schon bei der kleinsten Abweichung vom Skript Improvisation erfordert. Dann stört es auch kaum, wenn mal ein kleiner Fehler passiert und das Baby plötzlich lautstark Popmusik singt und das VLC- Absperrhütchen auch mal seinen Auftritt haben will. Und letztendlich ist es so auch verständlich, wenn in den Pausen die selbst mitgebrachten Laptops für Entspannung sorgen und die Vier Unterhaltung durch den U-Bahn-Simulator oder lustige Tagesschau-Nachbearbeitungen auf YouTube genießen.
Da werden auch schon mal so eins, zwei, drei, vier, fünf  Stücke der Schokolade gegessen, mit der die Regie die Techniker mehr oder weniger durchfüttert. Doch manchmal ist selbst ihnen die eigene Leistung nicht gut genug und, ohne vorher durch die Regie gebeten worden zu sein, wird kurzerhand die große Leiter aufgebaut, die Scheinwerfer an der Decke nachjustiert und darüber diskutiert, wie eigentlich ein halbwegs vernünftiges Freudenhaus ausgeleuchtet zu sein hat. Dann werden Scheinwerfer aus der Privatsammlung mitgebracht und die Rückwand damit in ein „gemütliches“ Rot getaucht oder quasi nebenbei ein „XLR-auf-Klinke“-Kabel zur optimalen Tonübertragung für den Film angeschafft.

Doch anders, als es vielleicht den Anschein hat, sind die Techniker nicht nur für sich, hinten in ihrer Ecke abgeschottet, sondern gehören genauso zum Team, wie jeder andere auch. Man lacht, hat zusammen Spaß, gibt sich gegenseitig Ratschläge zum Spiel oder steuert Ideen zur technischen Umsetzung einiger Szenen bei.

Beim Theater gehören wirklich ALLE zu einer Familie und wen es einmal gepackt hat, den lässt es nicht mehr los, der hat auf ewig ein Herz, das auch fürs Theater schlägt. Dabei verschwimmen manchmal die Grenzen und ein Techniker steht irgendwann selbst einmal auf der Bühne. Soll es alles schon gegeben haben!
Doch trotzdem ist weiterhin auf die kompetenten Techniker Verlass und engagierter Nachwuchs ist auch nicht weit!
Denn was wäre das Theater ohne seine Technik-AG? Also nicht vergessen! Es ist alles eine Frage der Technik!    

Theater (-Technik) muss sein!!!

Gregor Bautz, 12. Jg.

„Es war alles drin, sogar die Katharsis“, begeisterten sich zwei Kolleginnen der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, die am Freitag, dem 15.01.2016 die Vorstellung für externe Schulen besucht hatten. „Ein hohes Maß an Professionalität“ sprachen sie dem Team zu und nach Vorstellungsende genossen sie den angeregten Diskurs mit den Schauspielern.

Ja, das war tatsächlich eine gelungene Produktion, die deshalb überzeugen konnte, weil durchweg Charaktere auf der Bühne standen, die dem Stück Glaubwürdigkeit und Individualität verliehen haben.

„Endlich mal ein Theaterstück, bei dem auf technischen ‚Firlefanz’ verzichtet wurde, bei dem es allein um die Entwicklung des dramatischen Konflikts und dessen Darstellung ging“, fasste Marie Kelber (12.Jg.) zusammen, warum ihr die Inszenierung so gut gefallen hat. Und so mochte sich Anna-Lena Christ (9C) auch erst gar nicht auf eine Haupt- oder Lieblingsfigur festlegen, denn ihrer Meinung nach war es insbesondere das tolle Zusammenspiel zwischen allen Figuren, das der Handlung Leben eingehaucht und ihr Spannung verliehen hat.  

Für die Regie war es bereichernd, die Schülerinnen und Schüler dabei zu begleiten, in ihre Rollen einzutauchen und sie weiterzuentwickeln. Ein volles Jahr haben wir an der Produktion  der „Kindermörderin“ gearbeitet. Nach einem halben Jahr kamen neue Schülerinnen dazu, übernahmen Rollen, die Aufgabe der Souffleuse oder der Tänzerin und fügten sich in das Team ein, als wären sie von Anfang an dabei gewesen. Aber auch mehrmalige Neubesetzungen von Rollen sind in dieser Zeit erforderlich gewesen. All das hat das Team aufgefangen und mit Bravour gemeistert und damit praktisch bewiesen, dass „Theater unbedingt sein muss!“  (So mein Vorgänger, der das „Theatervirus“ nachhaltig in die Köpfe seiner Darsteller eingepflanzt hat.)

An zwei Abenden vor einer fast vollen Aula zu spielen, bei der Vorstellung für die Externen auf ein inhaltlich gut vorbereitetes und aufmerksames Publikum zu treffen, der begeisterte Beifall am Ende, das ist der Lohn für ein großes Stück Arbeit. Diese Bühnenerfahrungen werden die Schülerinnen und Schüler des Ensembles als inneren Reichtum vermutlich ein Leben lang begleiten.

Die Zuschauer gehen indessen, gereinigt von Mitleid und Furcht, nach Hause und können gelassen das Fazit ziehen, dass „ich froh [bin],  dass ich nicht früher leben musste, dass sich die Gesellschaft positiv verändert hat“ (Jacqueline Sawall, 9C).
Soviel zur Nachhaltigkeit der „Schaubühne[,] als moralische Anstalt betrachtet“! (Friedrich Schiller)

Mag (die Regie)

siehe auch: Eine knappe Zusammenfassung aus der Facharbeit „Die moralische Problematik des Kindsmords anhand der Werke „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe und „Die Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner“ von Hannah Rühmann (Download)

Was veranlasst ein 18-jähriges Mädchen, sein eigenes Kind zu töten?

Inszenierung der „Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner

im EBS-Wintertheater

 

Evchen, Tochter des Metzgermeisters Martin Humbrecht, wird nach einem gemeinsam gefeierten Ball von einem Leutnant verführt und unehelich schwanger.

Mangel an elterlicher Fürsorge, überhöhte Moralvorstellungen des Bürgertums und Ständeschranken zwischen Bürgerlichen und Adligen sind Gründe, weshalb die verzweifelte Schwangere Hals über Kopf das Elternhaus verlässt. Auf sich allein gestellt und in Sorge um die Ernährung des Säuglings greift Evchen schließlich zum Äußersten.

In klassischer Sturm-und-Drang-Tradition illustriert Heinrich Leopold Wagner (* 19. Februar 1747 in Straßburg; † 4. März 1779 in Frankfurt am Main) eindrucksvoll die Rolle der Frau in der Gesellschaft, die zu seiner Zeit stets nur Betroffene gesellschaftspolitischer und bürgerlich-moralischer Prinzipien ist, doch keinen Einfluss auf ein selbstbestimmtes Leben nehmen darf.

Unverblümt werden auf der Bühne gesellschaftliche Missstände entlarvt. Indessen wäre Wagners Trauerspiel kein Sturm-und-Drang-Drama, wenn es nicht zugleich die Hoffnung auf Veränderung ebensolcher Zustände vermittelte.

Der Kindsmord in der Literatur war im vergangenen Schuljahr ein vielfach untersuchtes Thema von Facharbeiten im Seminarfach Deutsch. Dies motivierte unser Ensemble „ebs on stage“, sich der Thematik zu stellen. Derzeit laufen die Proben zum Stück, unter Einsatz von Empathie und Ernsthaftigkeit und mindestens ebensoviel Spaß.

Im neuen Jahr erwartet Euch/Sie eine eindrucksvolle Inszenierung eines engagierten Teams, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte!

Weblinks:

  • Die Kindermörderin (Wikipedia)
  • Entwicklung im Strafrecht
  • Infantizid in der Literatur (Wikipedia)
                                                                                                                                                 MAG
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