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Hört der Engel helle Lieder – das Weihnachtskonzert 2018

Erstellt von Jens-Uwe Kersten |

Mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm stimmen Chor, Orchester, 5. und 7. Klassen sowie Solisten und die Preisträger des Lesewettbewerbs musikalisch und literarisch auf das Weihnachtsfest ein und begeistern die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Elsa-Brändström-Schule. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein.

Stimmungsvoll eröffnete die Klasse 5C das Weihnachtskonzert. Über das spanische Lied „Tantán, van por el desierto“ folgten die Heiligen Drei Könige ihren Mitschülern auf die Bühne. Die Klasse begleitete sich selbst an Xylophonen und Glockenspiel, einstudiert von Sigune Rottmann und Jens-Uwe Kersten. Es folgte ein Reigen von jungen Solisten, zunächst kam mit Lars Lemke (Gitarre) und Chrsitian Lange (Klavier), beide aus der 5A, Santa Claus auch zu uns nach Hannover. Sie musizierten zusammen Santa Claus is coming to town. Anschließend entführte uns Felia Kaden aus der 5B in die „wunderbare Welt der Amelie“ (Aprés-midi) mit einer beachtlichen musikalischen Gestaltungskraft. Ihre Klassenkameradin Martha Kamman perlte die Tasten über das berühmte Gloria – Hört der Engel helle Lieder. Anstatt eines Jahrgangssongs wie in früheren Jahren präsentierte die 7F ihren selbst geschriebenen Klassensong in acht Sprachen. Die Mitschüler und Eltern konnten den Text über Beamer mitlesen, was zumindest bei den griechischen Buchstaben zu großer Heiterkeit führte. Zur Variation des Refrains „Wir sind die EBS“ am Schluss stimmte dann das Publikum mit ein. Petra Bernecker und Jens-Uwe Kersten hatten den Song mit der Klasse in der Projektwoche erarbeitet. Winterlich wurde es danach. Carlotta Högl aus der 6B las sicher und ausdrucksstark Eichendorffs „Winternacht“. Es folgte der Schulchor unter der Leitung von Jürgen Kampe, am Klavier begleitet von Frederik Botthoff. Das anspruchsvolle Programm und der volle und schöne Klang des Chores fesselte und begeisterte die Zuhörer. Musikalische Höhepunkte waren sicherlich die polyphonen Sätze von „The windmills of your mind“ (A Bergmann / M. Legrand) und „You raise me up“ (B. Graham/R. Lovland). Zum groovenden „Merry Christmas, Everybody“ ließ sich das Publikum mitreißen und schwang begeistert mit. Vor der Pause brachte Marie Sophie Martin (6A) mit Loriots makabrer Adventserzählung über eine mordende Förstersgattin den Saal zum Schmunzeln.

In der Pause gab es viel Lob und viel zu erzählen. Gestärkt mit Brezeln und Getränken ging es dann in die zweite Runde. Das EBS Pops Orchestra setzte mit seinem ersten rockigen Stück gleich ein klares Statement: „Shut up and dance!“. Anika Armstroff hat ihr 50-Frau/Mann-starkes Orchester aus allen Jahrgängen inklusive einiger Lehrer fest im Griff. Was das Orchester kann, zeigte es im sich anschließenden Medley aus dem „König der Löwen“: Rhythmisch sicher zeigte das Ensemble dynamische Kontraste, facettenreiche Klangschattierungen und wunderschöne Melodien. Der Spaß war den Musikern anzusehen und anzuhören. Erneut spielte sich ein Solist in die Herzen der Zuhörer: Nils Brackhahn (10S) tanzte auf seinem Akkordeon ebenso virtuos wie einfühlsam Richard Gallianos „Tango por Claude“. Nils beherrscht dabei nicht nur die Facette des tief in die Seele dringenden Tango-Bandoneons, sondern zeigte mit „Winter Wonderland“ auch den humorvollen Charakter seines Instruments, sicherlich einer der vielen Höhepunkte des diesjährigen Konzerts. Das Gedicht „Weihnachstzeit“ von Hoffmann von Fallersleben, mit Gespür und Ausdruck vorgetragen von Carlotta Everts aus der 6F, leitete in den besinnlichen Teil des Konzertes über. Zunächst machte sich der Schwan aus Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ auf die Reise. Marvin Tran (11A) zog auf seinem Cello mit wundervollem Klang schwebend seine Bahn über die leichten Wellen des Teiches, einfühlsam zu hören in der Klavierbegleitung von Benjamin Roth (10S). Beide überzeugten in Klang und im Zusammenspiel. Anschließend präsentierte der Schulchor sein Programm traditioneller Weihnachtslieder, von Händels „Tochter Zion“ über „Maria durch ein Dornwald ging“ bis hin zu Praetorius‘ Satz von „Es ist ein Ros entsprungen“. Jürgen Kampe setzte sich jetzt selbst ans Klavier und dirigierte seinen Chor von dort aus. Zusammen mit der atmosphärisch schönen Lesung von Eichendorffs Weihnachtsgedicht durch Rosa Wüstrich (6C) fühlte in diesem Moment jeder im Saal die feierliche Stimmung. Zum festlichen Schlusspunkt sangen Chor und Publikum, begleitet vom Orchester, „O du fröhliche“.

Das Weihnachtskonzert der Elsa-Brändström-Schule war wie in den vergangenen Jahren mehr als eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Franziska und Thaddeus Wittmann führten charmant und locker durch das Programm. Dank gilt den Bühnentechnikern David Artmann, Dominik Debecki und Jonas Voltmer, die alle Darbietungen ins rechte Licht setzten und professionell für einen guten Sound sorgten.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein für die Verköstigung und Hilfe in der Organisation des Konzerts.

Die Elsa-Brändström-Schule dankt allen Mitwirkenden, Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und Eltern für die Unterstützung zu diesem gelungenen Weihnachtskonzert 2018.

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Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein (hier kurz vor dem großen Ansturm).