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Schüler des Seminarfachs „Journalismus“ & Strömsheet-Redaktion erhalten den N-Report Preis 2019

Erstellt von Johanna Kutsche |

„Unterwegs mit den Ärmsten Hannovers“ - als Henrik Behrens das Seminarfach „Journalismus“ wählte und sich zum ersten Mal an einen journalistischen Text wagte, konnte er nicht damit rechnen, genau dafür ausgezeichnet zu werden. In den ersten Monaten des Schuljahres lernten die Schülerinnen und Schüler die journalistischen Grundlagen kennen. Themenfindung, Recherche, die Besonderheiten der Textsorten Reportage und Porträt, all das brauchten die Zwölftklässler, um schlussendlich zwei eigene Texte zu verfassen. Zwei Monate hatten sie dafür Zeit. Zeit, über die sich Journalisten im schnelllebigen Redaktionsalltag freuen würden. Zwei Monate für zwei Texte? Traumhafte Arbeitsbedingungen. Aber eben nur für Profis.

Ob im Seminarfach „Journalismus“ oder in der Arbeitsgemeinschaft „Strömsheet“, für Schülerinnen und Schüler ist das journalistische Arbeiten eine Herausforderung. Ein Thema zu finden, das nicht schon von allen Schreiberinnen und Schreibern bearbeitet wurde, das einigermaßen aktuell ist und lesenswert. Den Mut aufzubringen, Termine mit Interviewpartnern zu verabreden und vor Ort im richtigen Moment nicht schüchtern zu sein, sondern kritisch nachzufragen, sich überhaupt fremden Menschen zu nähern und sie nach ihrem Leben und ihren Meinungen zu fragen. Neugierig zu sein. Die Eindrücke zu Papier bzw. in einen Radio- oder Videobeitrag zu bringen, mehrere Male alles zu überarbeiten und am Ende doch nie sicher zu sein, ob sich die viele Arbeitszeit gelohnt hat, ob der Beitrag wirklich gut geworden ist.

All diese Herausforderungen kennt die Jury des N-Report-Preises: Professor Marcus Bölz von der Fachhochschule für Medien Hannover, Natalie Deseke von der landesweiten Schulradioinitiative n-21), NDR-Online-Redakteurin Caroline Ebner von der Tagesschau, ZEIT-Wirtschaftsredakteur Claas Tatje, die Bildungsredakteurin Julia Menz, der schweizerische Fotojournalist Daniel Rihs ebenso wie Bernd Wolter vom Mediencampus und Projektleiter Hans-Jakob Erchinger vom Niedersächsischen Landesinstitut für Qualitätsentwicklung.
Die erfahrenen Journalisten, Medienpädagogen und Wissenschaftler waren sich einig, die Arbeitszeit hat sich gelohnt. Und so zeichneten sie bei der Verleihung des N-Report-Preises sowohl die 14köpfige Strömsheet-Redaktion für ihre langjährige Arbeit („eine aktuelle, multimediale und abwechslungsreiche Webseite“) als auch Henrik Behrens für seinen, so die Jurybegründung, „herausragenden“ Text aus.

Für Henrik sind also nicht nur Glückwünsche zum bestandenen Abitur 2019 angebracht, vielleicht gibt der Preis auch einen weiteren Input für den Lebensweg. Die Strömsheet-Redaktion wiederum freut sich nicht nur über ihren Preis, sondern auch über neue AG-Mitglieder :-) In diesem Schuljahr wahrscheinlich nicht mehr donnerstags, sondern montags.

Mehr Infos über Strömsheet bzw. das Projekt N-Report:
www.stroemsheet.de
https://wordpress.nibis.de/n-report/

Warum Journalismus und die Pressefreiheit wichtig sind.

 

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Die Redaktion des Strömsheet mit der Lehrerin Johanna Kutsche.
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Laudatio von Caroline Ebner, NDR-Redaktion der Tagesschau.
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Nach der Preisverleihung vor dem Künstlerhaus Hannover.