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Der Beitrag des Faches Biologie zur naturwissenschaftlichen Grundbildung von Schülerinnen und Schülern liegt in der Auseinandersetzung mit Phänomenen der lebendigen Natur.

Wesentliche Aufgabe des Unterrichts ist die Förderung des Verständnisses biologischer Systeme durch vielfältige Betrachtungen aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Perspektiven.

Der Umfang der Erkenntnisse in der Biologie ist mit zunehmendem Einsatz fachwissenschaftlicher Methoden erheblich angestiegen. Der Biologieunterricht kann daher nicht diese Inhaltsfülle abbilden, sondern ist kompetenzorientiert  und vermittelt progressiv ausgewählte, konzeptionell bedeutsame Prinzipien des Faches in entsprechenden Sachzusammenhängen.

Die ständige Zunahme der Erkenntnisse der Biowissenschaften führt zu Perspektiven und Anwendungen, die Auswirkungen auf den Menschen als Teil der Natur und als ihren Gestalter haben.

Da diese auch zunehmend politische Entscheidungen beeinflussen und verändernde Wirkungen auf das Wertesystem der Gesellschaft haben, ist wesentliches Ziel des Biologieunterrichts, entsprechende Kenntnisse zu vermitteln und sich ergebende Entwicklungen für Schülerinnen und Schüler durchschaubar und verständlich zu machen.

Da der Biologieunterricht originale Begegnungen mit der Natur ermöglicht, werden wechselseitige Abhängigkeiten von Mensch und Umwelt für Schülerinnen und Schüler begreifbar und Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur geschaffen.

Der Biologieunterricht leistet damit Beiträge zur Wertschätzung und Erhaltung biologischer Vielfalt und fördert Bewertungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler für ökologische, ökonomische und sozial tragfähige Entscheidungen.

Vor dem Hintergrund des seit 2007 gültigen Kerncurriculums für das Gymnasium - Schuljahrgänge 5 -10 und des seit 2010 in Kraft getretenen Kerncurriculums für das Gymnasium - gymnasiale Oberstufe hat sich die Fachkonferenz Biologie auf nachstehende Themenbereiche für die jeweiligen Jahrgänge verständigt:

Jahrgang 5/6 
  • Vom Wolf zum Hund
  • Der Mensch - auch ein Wirbeltier
  • Was machen Tiere im Winter?
  • Tiere des Waldes
  • Auch Pflanzen sind Lebewesen
  • Sexualität des Menschen
 
Jahrgang 7/8 
  • Was essen eigentlich Pflanzen?
  • Zusammenhänge zwischen Fotosynthese und Zellatmung
  • Untersuchungen eines Ökosystems: Der Wald
  • Entwicklungen verstehen: Geschichte der Wale
  • Sinnesphysiologie
  • Zusammenhänge: Ernährung und Verdauung
  • Ein eingespieltes Team: Atmungsorgane und Blutkreislaufsystem
  • Sexualität des Menschen
 
Jahrgang 9/10 
  • Immunbiologie
  • Sexualität des Menschen:
    HIV
    Regelung durch Hormone
  • Vom Kern über das Chromosom zur DNA
    Schwerpunkt: Chromosomen und Erbmaterial
  • Realisierung der Erbinformation
    Schwerpunkt: Vom Gen zum Merkmal
  • Variabilität: Ursache und Folgen
    Schwerpunkt: Grundlagen für die Evolutionstheorie
  • Erdgeschichte – Veränderung der Atmosphäre
    Schwerpunkt: Naturgeschichtliche Aspekte der Atmung und Fotosynthese, nachhaltige Entwicklung
 
Jahrgang 11/12 
  • Gesundheit und Krankheit des Menschen
    Stoffwechselphysiologie, Immunbiologie, Genetik
  • Kommunikation in biologischen Systemen
    Neurophysiologie, Verhaltensökologie und Soziobiologie
  • Ökologie
  • Evolution
 
Jahrgangsstufen 5 bis 10Bioskop, Westermann
Jahrgang 11 und 12Biologie Oberstufe / Gesamtband, Cornelsen

Wird das Fach Biologie das ganze Schuljahr zweistündig unterrichtet, wird eine bewertete schriftliche Arbeit in jedem Halbjahr geschrieben(Jahrgänge 5,7,8,10). Dieses gilt auch für epochal erteilten Unterricht (Jahrgang 6 und 9).
Bei der Bestimmung der Gesamtnote haben mündliche und fachspezifische Leistungen eine höhere Gewichtung als die schriftliche Leistung.

In der Qualifikationsstufe werden drei bewertete Klausuren im Schuljahr geschrieben.
Liegen zwei bewertete schriftlichen Arbeiten im Schulhalbjahr vor, fließen diese Ergebnisse zu etwa der Hälfte in die Gesamtnote ein, der andere Notenanteil ergibt sich aus mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen.
Bei einer bewerteten schriftlichen Arbeit haben mündliche und andere fachspezifische Leistungen höheres Gewicht.

Der Fachbereich Biologie der Elsa-Brändström-Schule pflegt eine enge Kooperation mit dem Schulbiologiezentrum Hannover. In diesem Rahmen werden in Ergänzung des Fachunterrichts regelmäßig für die Klassenstufen 5 und 6 Projekttage im Schulbiologiezentrum durchgeführt.
Durch Teilnahme an Schülerkongressen (MHH) und an Schülerwettbewerben
(z.B. Biologieolympiade) werden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im naturwissenschaftlichen Bereich gefördert.
Projekte der Jahrgänge 10 - 13 mit forschungsnahen Experimenten in den HannoverGEN-Schullaboren unterstützen den Zugang von Schülerinnen und Schülern zur Molekularbiologie und Gentechnik sowie die Förderung moralischer Urteilsfähigkeit.
Ökologisch orientierte Exkursionen zum nahegelegenen Maschsee und in die Eilenriede sowie die Gestaltung und Pflege eigener Schulgärten ermöglichen originale Begegnungen mit der Natur und bereichern den Unterricht in allen Klassenstufen.
Schülerinnen und Schülern, die an wissenschaftspropädeutischem Arbeiten im Fach Biologie besonders interessiert sind, wird es auf Wunsch ermöglicht, dieses Fach mit einer besonderen Lernleistung ins Abitur einzubringen.
Der Fachbereich Biologie kooperiert mit dem Institut für Fachdidaktik der Leibnitz Universität Hannover.