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Der Beitrag, den das Fach Chemie zur naturwissenschaftlichen Grundbildung leistet, besteht im Wesentlichen in der experimentellen und gedanklichen Auseinandersetzung mit der stofflichen Welt.

Die Bedeutung der Wissenschaft Chemie erschließt sich besonders durch lebensweltliche Bezüge, in denen chemische Probleme erkannt und gelöst werden. Der besondere Charakter des Faches liegt im experimentellen Vorgehen, in der Arbeit mit Modellen sowie in dem gedanklichen Wechsel zwischen Stoff und Teilchenebene.

Im Chemieunterricht erlangen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in den Prozess der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung. Innerhalb dieses Prozesses besitzt das Experiment eine zentrale Bedeutung, ihm folgen die Hypothesenbildung sowie die Ableitung von Regeln, Modellen und Theorien.

Das Denken in der Chemie gewinnt im Lernweg an Abstraktion, die Erklärungsmodelle werden zunehmend differenzierter, die Formelsprache wird eingeübt und benutzt.

Die fachspezifischen Kompetenzen im Fach Chemie sind in inhaltsbezogene und prozessbezogene Kompetenzen unterteilt. Inhaltsbezogene Kompetenzen sind die vier Basiskonzepte der Chemie (Stoff-Teilchen-Konzept, Struktur-Eigenschafts-Konzept, Konzept der chemischen Reaktion, Energie-Konzept). Unter prozessbezogene Kompetenzen sind die Bereiche Fachwissen, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation sowie Bewertung zu verstehen.
In der Auseinandersetzung mit chemischen Fragestellungen erwerben die Schülerinnen und Schüler neben einem tragfähigen Begriffsnetz die Fähigkeiten, zunehmend eigenständig Sachverhalte zu erarbeiten, ihre Bedeutung im Alltag zu erfassen und Erklärungsmodelle anzuwenden.

Vor dem Hintergrund des seit 2007 gültigen Kerncurriculums für das Gymnasium - Schuljahrgänge 5 - 10 und des seit 2010 in Kraft getretenen Kerncurriculums für das Gymnasium - gymnasiale Oberstufe hat sich die Fachkonferenz Chemie auf nachstehende Themenbereiche für die jeweiligen Jahrgänge verständigt:

Jahrgang 6Einführung in die Chemie, Körper und Stoffe, Identifizieren von Stoffen anhand der Stoffeigenschaften, Gefahren beim Umgang mit Stoffen, Aggregatzustände und deren Übergänge, Teilchenmodell, Reinstoffe und Gemische, Trennverfahren
Jahrgang 7Kennzeichen und Beispiele chemischer Reaktionen, Darstellung im Reaktionsschema, Nachweisreaktionen, Sauerstoffübertragungsreaktionen, einfaches Atommodell, Anwendung des Atommodells auf die Massegesetze, erste Symbole/ Formeln/ Reaktionsgleichungen
Jahrgang 8Vertiefung der Symbole/ Formeln/ Reaktionsgleichungen, Gase und Moleküle, Elementfamilien, Periodisches System der Elemente
Jahrgang 9differenziertes Atommodell (Kern-Hülle-Modell, Schalenmodell), Isotope, Ionen, Salze als Ionenverbindungen, Eigenschaften von Salzen und Salzlösungen, Klassifizierung von Elektronenübertragungsreaktionen als Redoxreaktionen gemäß dem Donator-Akzeptor-Prinzip, Bindungen innerhalb und zwischen den Molekülen, Struktur-Eigenschaftsbeziehungen bei Molekülverbindungen
Jahrgang 10Säuren, Laugen, Neutralisation, Protolysereaktionen gemäß dem Donator-Akzeptor-Prinzip
Gymnasiale Oberstufe

Organische Chemie

Stoffklassen der organischen Chemie (Alkane, Alkene, Alkohole, Alkanale, Alkanone, Alkansäuren), Reaktionen organischer Moleküle, Beziehungen zwischen Molekülstruktur und Stoffeigenschaften, lebensweltliche Bezüge organischer Verbindungen

Jahrgangsstufen 6/7:Chemie heute, Teilband 1, Schroedel-Verlag
Jahrgangsstufen 8-10:Chemie heute, Teilband 2, Schroedel-Verlag
Jahrgang 11/12:Elemente Chemie 11/ 12, Klett-Verlag
Formelsammlung bis zum Abitur, Paetec-Verlag

Wird das Fach Chemie im gesamten Schuljahr zweistündig unterrichtet, wird eine bewertete schriftliche Arbeit in jedem Halbjahr geschrieben (Jahrgänge 7, 9, 10). Dieses gilt auch für epochal erteilten Unterricht (Jahrgänge 6 und 8).

Bei der Bestimmung der Gesamtnote haben mündliche, d. h. die aktive Mitarbeit im Unterricht und fachspezifische Leistungen (z.B.: Mappen, Protokolle, experimentelle Fertigkeiten) eine höhere Gewichtung als die schriftliche Leistung.
In der Qualifikationsstufe werden drei bewertete Klausuren im Schuljahr geschrieben.

Liegen zwei bewertete schriftlichen Arbeiten im Schulhalbjahr vor, fließen diese Ergebnisse zu etwa der Hälfte in die Gesamtnote ein, der andere Notenanteil ergibt sich aus mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen (z.B.: Tests, Protokolle, Präsentationen).

Bei einer bewerteten schriftlichen Arbeit von maximal vierstündigem Umfang haben mündliche und andere fachspezifische Leistungen ein höheres Gewicht.

JahrgangAnzahl der UnterrichtsstundenAnzahl der schriftlichen ArbeitenDauersonstige Angaben
61 (epochal)11 Unterrichtsstunde 
7221 Unterrichtsstunde 
81 (epochal)11 Unterrichtsstunde 
9221 Unterrichtsstunde 
1022mind. einmal 2 U-Std. 
112
4
2
3
2 Unterrichtsstunden
2 U-Std., 3 U-Std. und 4 U-Std.
Ergänzungskurs
erhöhtes Niveau
12433 U-Std., 4 U-Std. und 6 U-Std.erhöhtes Niveau

Der Fachbereich Chemie der Elsa-Brändström-Schule pflegt eine enge Kooperation mit dem Institut für die Didaktik der Chemie der Leibniz-Universität Hannover. Für besondere Aufgaben oder Projekte können die Einrichtungen benutzt werden, eine umfassende technische Betreuung findet statt.
Durch die Teilnahme Schülerwettbewerben (z.B. Dechemax, Internationale Junior Science Olympiade) werden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im naturwissenschaftlichen Bereich gefördert.