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PDF: Der Französisch-Leistungskurs 2010/12 stellt sich vor

Durch das Zusammenwachsen Europas und die Globalisierung der Welt wird eine Mehrsprachigkeit in den unterschiedlichsten Bereichen erforderlich. Hierzu trägt die französische Sprache zu einem großen Teil bei, da sie einerseits für den Erwerb weiterer romanischer Sprachen wesentliche Grundlagen schafft und andererseits die Erweiterung der Kompetenzen in der ersten Fremdsprache unterstützt.

Französisch ist in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht eine bedeutende Weltsprache. Es ist die Sprache unseres Nachbarlandes, zu dem wir besondere Beziehungen in ganz unterschiedlichen Bereichen aufrechterhalten und verschiedene deutsch-französische Kooperationen in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Kultur entwickeln und pflegen.
n Deutschland ist Französisch nach Englisch die Fremdsprache, die an den allgemein-bildenden Schulen von den meisten Schülern erlernt wird. Die zahlreichen Aspekte der frankophonen Kultur, wie die Musik, die Mode, die Küche, das Savoir-Vivre sollen ebenso wie der Sport, die Kunst, der Film, die Literatur und die geographische Vielfalt dieser frankophonen Länder Einfluss auf die Unterrichtsinhalte nehmen.

Im Französischunterricht steht der Lerner im Mittelpunkt. Die fachspezifischen Kompetenzen gliedern sich in interkulturelle, kommunikative und methodische Kompetenzen, die alle miteinander verzahnt sind. Die interkulturelle Kompetenz, also das Ziel kommunikativen Handelns in realen interkulturellen Situationen, stellt das übergeordnete Ziel dar, welches auf der Basis kommunikativer Kompetenzen erreicht wird.

  • Hörverstehen, Hör-/Sehverstehen           
  • Leseverstehen
  • Sprechen
  • Schreiben
  • Sprachmittlung (sinngemäße, situationsgerechte Übertragung von Mitteilungen in die jeweils andere Sprache)

Sprachliches Handeln umfasst Strategien und Techniken zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der Methodenkompetenzen. Der Lerner wendet bekannte Methoden an, erwirbt neue Strategien und gestaltet sein Lernen überwiegend selbstständig.
Wortschatz, Intonation, Grammatik und Orthographie gehören zu den sprachlichen Mitteln.

Die Ausbildung der Kompetenzen erfolgt mittels Themenbereichen aus der näheren und weiteren Umgebung des Lerners. Das Niveau wird durch den Umfang und die Vielfalt des Wortschatzes sowie durch die Komplexität der Satzstrukturen und der Inhalte bestimmt.

Die im Kerncurriculum für das Gymnasium beschriebenen Lerninhalte sollen mit Hilfe des  Lehrwerks Découvertes Série jaune (Bände 1-5 aus dem Klett -Verlag) in der Sekundarstufe I progressiv erarbeitet werden. Arbeitsgrundlage sind neben diesen didaktisierten Texten authentische Materialien,  z.B. geschriebene Texte wie Romane, Gedichte, Comics, Werbetexte, audio-visuelle Texte wie Filmsequenzen, Videoclips, Radiosendungen, Chanson und auch visuelle Darstellungen wie Bilder, Fotos, Plakate, Karikaturen und Buchillustrationen, die im Laufe des Spracherwerbs verstärkt eingesetzt werden.

Zusätzlich soll für die Sekundarstufe I die  Basisgrammatik (Kunert/Sprengler) aus dem Klett Verlag angeschafft werden. Ab der 8. Klasse werden elektronische Wörterbücher (Casio), die in allen Fremdsprachen verwendet werden, eingesetzt.

Für die Oberstufe wird die Französische Grammatik (Gregor/Wernsing) aus dem Cornelsen Verlag empfohlen.

Jg.ModuleMethoden
6/7Mon écoleNutzung der einzelnen Lehrwerksteile
 C‘est moi et mon quartierLerntechniken beim Vokabellernen
 Ma journée et mes activitésBuchstabieren von Wörtern
 Faire des portraitsKenntnisse der phonetischen Lautschrift-rezeptiv
 Contacter les FrançaisAnwendung der expressions en classe
 Des changementsFilet à mots erstellen
 De nouveaux amisPräsentation von kleineren Arbeiten
 La cuisine françaiseKreatives Ende zu einer Geschichte erstellen
 La musiqueErzählen aus anderer Perspektive
 Lire - Une lectureTagebuch, Brief,  e-mail verfassen
8/9L‘amour - L‘amitiéPräsentieren
 La vie au collège Texterschließung: résumé schreiben
 La culture des jeunesKreatives Schreiben
 Le plaisir de lireTexterschließung mit unbekanntem Wortschatz
 Les jeunes et leurs problèmesInternetrecherche
 Le monde du travailverschiedene Ansätze des Textverstehens
 En route vers l‘Europe(approche, pendant la lecture, après la lecture)
 La francophonieOrdnung von Redemitteln
101)Planète jeuneSystematisierung des Wortschatzes
 La familleRoman, BD, Chanson, Clip, Film analysieren
 Lire une lectureArbeit mit Dictionnaire
 Paris Techniken der Texterschließung
 La RéunionFühren eines Fehlerprotokolls
GOSVorgaben: siehe Analytische Textarbeit 
 Schwerpunktthemen für(3 Anforderungsbereiche)
 das ZentralabiturPräsentationen, Seminararbeit

1) in Bearbeitung

In der Sprachenklasse wird Französisch bereits ab Klasse 5 angeboten. Die Lerninhalte und Methoden werden an das Alter angepasst, indem sie intuitiv, imitativ und spielerisch ausgerichtet sind.  Nach einer längeren Einführungsphase wird mit den Modulen aus dem 6. Jahrgang begonnen. Der Vorteil dieses früheren Sprachbeginns liegt darin, dass die Schüler 2 Jahre Zeit haben, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu festigen, bevor sie in Jahrgang 7 die Möglichkeit erhalten, die 3. Fremdsprache Spanisch zu erlernen.

Französisch wird in der Oberstufe im sprachlichen Profil auf erhöhtem Anforderungsniveau angeboten. Von Schülern, die nicht das sprachliche Profil wählen, kann ein zweistündiger Ergänzungskurs angewählt werden, um die erworbenen Sprachkenntnisse zu erhalten und zu erweitern.

Die Lernenden behandeln historische, politische, soziokulturelle und literarisch-ästhetische Themen. Dabei erweitern sie ihre interkulturelle Kompetenz, ihre Textkompetenz und ihre kommunikativen Kompetenzen.

In der Sekundarstufe I: Die Kompetenzen Hörverstehen bzw. Hör-/Sehverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprachmittlung (geringere Gewichtung)  werden etwa gleichmäßig über das Schuljahr verteilt in den Klassenarbeiten der Jahrgänge 5 bis 10 abgeprüft. Eine Klassenarbeit umfasst im allgemeinen jeweils zwei Kompetenzen.
In den Jahrgängen 7 und 9 werden Sprechprüfungen abgehalten, die eine Klassenarbeit ersetzen. Diese Prüfung besteht aus 3 Teilen (Interview, Monologischer Teil, Dialogischer Teil) und dauert je nach Klassenstufe  etwa 10 bis 13 Minuten.

In der Sekundarstufe II: Mit der Verabschiedung von Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache Französisch für die Allgemeine Hochschulreife (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 18.10.2012) wurde festgelegt, dass sich ab dem Schuljahr 2016/17 die in den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen eingesetzten Aufgaben an den Vorgaben der Bildungsstandards ausrichten. Da in den Abiturprüfungen kombinierte Aufgaben gestellt werden (Hörverstehen, Sprachmittlung, Textproduktion), werden in den Semestern der Qualifikationsstufe die verpflichtenden Materialien auch kompetenzorientiert erarbeitet und die unterschiedlichen Kompetenzen (kombinierte Aufgaben) in Klausuren abgefragt.

JahrgangAnzahl Klassenarbeiten pro SchuljahrGewichtung der Arbeiten/übrige Mitarbeit
54i.d.R. 40% / 60%
64i.d.R. 40% / 60%
74i.d.R. 40% / 60%
84i.d.R. 40% / 60%
94i.d.R. 40% / 60%
104i.d.R. 40% / 60%
Sek II
11-12
 i.d.R. 40% / 60%
i.d.R. 50% / 50% 1)

 1) bei einer 6-stündigen Klausur(unter Abitur-Bedingungen)

In einer fortlaufenden AG haben die Französischschüler die Möglichkeit, sich auf das international anerkannte DELF-Diplom, ein außerschulisches Zertifikat, vorzubereiten.
Durch e-mail-Kontakte und ein Zeitungsprojekt wird Kontakt zu einer Partnerschule auf La Réunion aufgebaut. Das  Austauschprogramm  Brigitte Sauzay für den 9. Jahrgang wird von uns unterstützt.
Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs haben die Möglichkeit, an einem Austausch mit Schülerinnen und Schülern  eines Collège in Marseille teilzunehmen.