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Allgemeine Zielsetzungen

Latein sei, so heißt es oft, eine tote Sprache. Wenn man es genau nimmt, wird das Latein, was in der Schule gelernt wird, tatsächlich wenig gesprochen worden sein. Im Prinzip ist das Latein von Cäsar und Cicero nichts anderes als „Hochlatein in Schriftform“. Gebildete Römer sprachen so, wenn sie sich nicht auf Griechisch unterhielten, ansonsten wurde meist in einem umgangssprachlichen „Vulgärlatein“ gesprochen, welches man regional gefärbt nach wie vor lernen kann: Spanisch, Französisch, Italienisch etc.
Wozu aber Hochlatein lernen?
Zugegeben: Mit Latein kann man im Urlaub an der Würstchenbude keine Bratwurst bestellen oder nach dem Weg fragen (außer vielleicht im Vatikan, aber da gibt es nicht so viele Würstchenbuden und zum Verlaufen ist der Vatikan kaum groß genug). Die Vorteile liegen woanders: Sie liegen im System. Durch das genaue Analysieren der lateinischen Sätze mit Hilfe einer systematischen Grammatik, durch das „Ringen“ um eine angemessene Übersetzung und durch das Interpretieren der Texte gewinnen die Schüler nicht nur eine hohe Sprachkompetenz vor allem in ihrer Muttersprache, sondern zusätzlich das, was laut PISA unseren Schülern mit am meisten fehlt: Lesekompetenz. Nachlesen kann man das hier (Seiten 108-113):

http://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2004-2.pdf

Lateinlernen fördert die Studierfähigkeit!

An der Elsa kann Latein als 2. Fremdsprache ab Klasse 6 gelernt werden (als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 nur, wenn genügend Schüler zusammenkommen).
Leider ist es momentan nicht möglich, Latein als Prüfungsfach im Abitur zu wählen, aber bis zum Ende der Schulzeit kann man die Sprache fortführen.
Folgende Abschlüsse sind möglich (G9):

nach Klasse 10kleines Latinum
nach Klasse 11Latinum
nach Klasse 12großes Latinum

Die ersten vier Jahre (6-9) geht es in erster Linie um den Spracherwerb. Hierfür benutzen wir das Lehrwerk ROMA A aus dem Buchner-Verlag. Danach lesen wir endlich die Originallektüre, wobei natürlich Cäsar, Catull, Cicero und Ovid nicht fehlen. Genauere Angaben darüber, welche Kompetenzen in welchem Jahr gelernt werden sollen, finden sich im Kerncurriculum Gymnasium-Sek.I Latein unter: http://www.cuvo.nibis.de
In jedem Halbjahr werden im Normalfall drei Klassenarbeiten geschrieben, Vokabel- und Grammatiktests gibt es häufiger. Die mündlichen und schriftlichen Leistungen zählen 50/50.

Traditionell fahren die Lateinschüler des 7. und 8. Jahrgangs alle zwei Jahre nach Xanten zum Archäologischen Park APX (http://www.apx.lvr.de) und nach Kalkriese. Hier bekommen die Schüler altersgerecht aufbereitet einen wunderbaren Einblick in das römische Leben.
Und unter Umständen geht es zum Abschluss der 11. Klasse nach Trier oder gar auf große Fahrt nach Italien.