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Das Differenzierte Doppelstundenmodell an der Elsa-Brändström-Schule

Entschleunigung des Schulalltags

Die Verkürzung der Schulzeit führt zu einer Verdichtung des Unterrichts sowie zu einer höheren wöchentlichen Unterrichtszeit. Unterrichtstage, die bis zu acht verschiedene Fächer an einem Tag vorsehen, verbunden mit mehrfachen Fachraumwechseln, werden für Schüler und Lehrer als zunehmend hektisch und belastend wahrgenommen.
Auch didaktisch-methodische Gründe sprechen für eine Veränderung der Stundenplanstruktur. Das Zentralabitur und die Kerncurricula verlangen von den Schülerinnen und Schülern eine größere Selbstständigkeit hinsichtlich der Aneignung von Wissen. Prozessbezogene und problemlösungsorientierte Kompetenzen gewinnen dadurch an Bedeutung.

Nachteile eines reinen Doppelstundenmodells vermeiden

Hierzu gehört die Überlastung in bestimmten Jahrgängen und Fächern durch Unterrichtsstunden von 90 Minuten Dauer. Außerdem gilt es fachliche Notwendigkeiten, wie die lernpsychologisch sinnvolle Forderung, beim Erlernen einer neuen Fremdsprache möglich häufig innerhalb einer Woche mit der neuen Sprache konfrontiert zu werden, zu berücksichtigen.

Das Differenzierte Doppelstundenmodell sieht einen erhöhten Anteil an Doppelstunden nach Vorgabe der Fachbereiche vor. Die kleinen Pausen zwischen den Stunden werden nicht durch einen Pausengong verkündet. Innerhalb einer solchen Doppelstunde kann die kleine Pause deshalb je nach Unterrichtssituation variabel verschoben werden, um prozessorientierte und experimentelle Phasen zu ermöglichen. Als Grundsätze gelten:

  1. Doppelstunden sind der Regelfall.
  2. Einzelstunden bleiben in begründeten Ausnahmefällen möglich.
  3. Die Praxiserfahrungen werden durch eine Projektgruppe begleitet.

Im Schuljahr 2012/2013 ergaben sich statistisch folgende Eckdaten: In allen Klassen der Mittelstufe zusammen finden 88 Prozent des Unterrichts in Doppelstunden statt, davon ca. 80 Prozent in den Jahrgängen 5 und 6 und über 90 Prozent in den Klassen 9 und 10.

Mit dieser Entscheidung legt die Schule eine eigenständige und tragfähige Lösung vor, die der kontroversen Diskussion über die Veränderung der Unterrichtsorganisation intelligent Rechnung trägt.

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