Elsa-Brändström-Schule
Elkartallee 30
30173 Hannover
Tel.: (0511) 168-43554
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„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0.
Und das nennen sie ihren Standpunkt.“
(Albert Einstein)
Fremdsprachen leisten einen bedeutenden Beitrag, den von Albert Einstein formulierten Missstand zu überwinden, denn der Erwerb einer modernen Fremdsprache ermöglicht weit mehr als das Kennenlernen eines anderen Sprachsystems. Sprachenlernen bedeutet immer auch, in Kontakt zu treten mit Menschen anderer Länder, mit ihrem Denken und ihrer Kultur. Dieser Einblick in eine andere Welt eröffnet neue Horizonte und zeigt gleichzeitig neue Perspektiven für die Wahrnehmung unserer eigenen Welt und des eigenen Standpunktes auf. Die Schulung dieser interkulturellen Kompetenz ist ein wesentlicher Bestandteil des Spanischunterrichts an der EBS. Die Reichhaltigkeit der spanischsprachigen Länder, aber auch mediale und persönliche Kontakte und Erfahrungen bieten vielfältige Anlässe, einen Vergleich zwischen der eigenen und den Zielsprachenkulturen vorzunehmen. Einen bedeutenden Beitrag hierzu leistet auch der regelmäßig stattfindende Austausch mit unserer spanischen Partnerschule, der es zahlreichen Schülern ermöglicht, ein Land der Zielsprache von innen kennen zu lernen und Freundschaften mit gleichaltrigen Spaniern zu schließen.
Das Erlernen der spanischen Sprache gewährt außerdem Einblick in ein romanisches Sprachsystem, wodurch der Erwerb weiterer romanischer Fremdsprachen begünstigt wird. Die Schulung der kommunikativen und methodischen Kompetenzen erfolgt im Unterricht aufeinander aufbauend und wiederkehrend, um erworbene Fertigkeiten sowohl zu festigen als auch zu erweitern. Dabei ist es uns i. S. des nachhaltigen Lernens sehr wichtig, die Schüler dabei zu unterstützen, Strategien selbständig zu entwickeln, auszuprobieren und anzuwenden (z. B. zum Umgang mit bzw. Erschließen von unbekanntem Wortschatz).
Die Schulung der kommunikativen Kompetenzen Sprechen, Hören, Schreiben, Lesen und Sprachmittlung verteilt sich über das ganze Schuljahr und ist in allen Jahrgängen angemessen zu berücksichtigen. Sie erfolgt zunächst schwerpunktmäßig auf der Grundlage des an der Schule eingeführten Lehrwerks, wird aber von Beginn an mit authentischem Material angereichert. Das Hör-Sehverstehen wird als komplexeste der kommunikativen Kompetenzen erst mit zunehmendem Lernalter verstärkt in den Unterricht integriert.
Neben fächerübergreifenden Kompetenzen und Methoden wie Ordnen und Systematisieren, miteinander arbeiten, Vorbereitung und Durchführung kleinerer Präsentationen, Lernen lernen, Vorbereitung auf Tests und Klassenarbeiten, Hilfestellungen leisten etc. sind auch fachspezifische Methoden zu schulen.
Als Wörterbuch wird das Pons - Schülerwörterbuch im Unterricht verwendet.
Die folgenden Schwerpunkte unseres Fachcurriculums sind für die jeweiligen Jahrgänge verbindlich.
Jahrgang | Thematische Schwerpunkte zur Schulung der kommunikativen Kompetenz | Methodische Schwerpunkte |
|---|---|---|
6 | Buchstabieren/ Begrüßung und Verabschiedung/ sich und andere vorstellen/ Aussehen und Kleidung/ Charaktermerkmale/ Verwandtschaftsbeziehungen/ Schule, Unterrichtsfächer, Stundenplan/ Uhrzeit und Zahlen/ Hobbies, Vorlieben und Interessen/ Verabredungen treffen/ / Essen und Trinken/ Preise und Bezahlen/ Klassenraumvokabular | Umgang mit dem Lehrwerk / Lernen durch Imitation und Mut zum risikobehafteten Transfer/ Kennenlernen unterschiedlicher Methoden des Vokabellernens/ Nutzung von Vorkenntnissen für die Ableitung durch Sprachenvergleich/ konstruktiver Umgang mit Fehlern und Strategien für den Umgang mit sprachlichen Defiziten ohne Fremdhilfe/ globales und detailliertes Hör- und Leseverstehen |
7 | Körper, Gesundheit und Krankheit/ Reisen/ Jahreszeiten/ Spanisch in der Welt/ beispielhaft: Lateinamerikanische Länder/ Haus und Wohnung/ Leben in der Stadt: Vor- und Nachteile, Angebote/ Berufe/ Biographien berühmter Persönlichkeiten der spanischsprachigen Welt/ Erweiterung des Klassenraumvokabulars | Festigung und Erweiterung der methodischen Kompetenzen aus Jahrgang 6/ Vokabelnetze und kleinere mindmaps/ erste Internetrecherchen/ Gelerntes in neuen Zusammenhängen anwenden/ Fehlerschwerpunkte zunehmend selbständig erkennen und aufarbeiten/ Fehlervermeidungsstrategien/ erste stilistische Textverbesse-rungselemente ausprobieren und anwenden |
8 | Emotionale Handlungen und Reaktionen/ Meinungäußerung/ Geschehnisse und Erfahrungen der Vergangenheit/ Vorhaben für die Zukunft/ Personenbeschreibung/ erweitertes Alltagsvokabular/ / erweitertes Unterrichtsvokabular unter Einbeziehung grammatischer Fachbegriffe | Festigung und Erweiterung der methodischen Kompetenzen aus Jahrgang 6 und 7/ zunehmend freiere Sprachgestaltung und Auseinandersetzung mit authentischem Material/ resumen/ Präsentationen/ gegenseitige Bezugnahme/ Kompensation sprachlicher Lücken durch Paraphrasen |
9 | Träume, Hoffnungen und Ängste/ Rollen und Arbeitsteilung/ Wohn- und Lebensstile/ Kulturspezifische Denkmuster und Handlungsweisen/ Zukunftsperspektiven/ Jugendkultur/ Länderspezifische und regionale Traditionen/ Medien/ Wertvorstellungen/ aus gewählte Aspekte politischer, gesellschaftlicher und wirt¬¬schaft¬licher Gegebenheiten der spanischsprachigen Welt/ Eroberung / Migration/ Tourismus | Festigung und Erweiterung der methodischen Kompetenzen aus den Jahrgängen 6-8/ zunehmende Selbständigkeit bei der Erarbeitung von Inhalten/ Ausweitung der Diskurskompetenz/ erste Grundlagen der analytischen Textarbeit/ zunehmend differenzierter Umgang mit kreativen Aufgaben |
10 | Lehrbuchunabhängiges Arbeiten mit Dossiers/ Textkommentar/ Informationsentnahme, -verarbeitung und – bewertung aus unterschiedlichen Textsorten/ ausgewählte Aspekte zu einzelnen Ländern der spanischsprachigen Welt/ Operatoren | Grundlagen der analytischen Textarbeit/ Umgang mit Literatur/ textsortenadäquate Gestaltung freier Texte/ Umgang Festigung und Erweiterung der Diskurskompetenz/ selbstständige Gestaltung eines Unterrichtsteils |
Bei Spanisch als 3. Fremdsprache ist der Zugang von Beginn an kognitiver ausgerichtet, da auf die Vorkenntnisse der 1. und 2. Fremdsprache zurückgegriffen werden kann. Die für Spanisch als 2. Fremdsprache genannten thematischen Schwerpunkte zur kommunikativen Kompetenz gelten auch für die 3. Fremdsprache. Der Unterschied liegt vorrangig in dem beschleunigten Spracherwerb und der damit verbundenen komprimierten Verteilung auf die Jahrgänge:
Das Fach Spanisch kann als Abiturprüfungsfach auf erhöhtem Anforderungsniveau gewählt werden, wenn mit dem Erwerb in Jahrgang 6 oder 7 begonnen wurde.
Spätbeginner (Jahrgang 10) haben die Möglichkeit Spanisch als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach auf normalem Anforderungsniveau zu wählen.
In der Sekundarstufe II wird neben den o. g. abiturrelevanten Kursen ein Ergänzungskurs mit zwei Wochenstunden angeboten. So erhalten die Schüler die Möglichkeit, die in der Sekundarstufe I erworbenen Sprachkenntnisse zu erhalten und zu erweitern.
Spanisch kann an der Elsa-Brändström-Schule als 2. Fremdsprache (Beginn in Jahrgang 6) oder als 3. Fremdsprache (Beginn in Jahrgang 7 für Schüler der Sprachenklasse oder in Jahrgang 10) gewählt werden.
Mit dem Angebot zur Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft DELE (Diploma de Español Lengua Extranjera) erhalten die Schüler die Möglichkeit, ein von Spanien anerkanntes Zertifikat über die Sprachkenntnisse zu erwerben. Dieses Zertifikat berechtigt zum Studium an der Universität in einem spanischsprachigen Land und ist als offizieller Nachweis über Fremdsprachenkenntnisse von Bedeutung für das spätere Berufsleben.
Seit 2001 findet jährlich ein Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Griñón/Madrid statt.
Gemäß den Kerncurricula werden in der Sekundarstufe I in den Klassenarbeiten die Fertigkeiten Hör-, Leseverstehen und Schreibkompetenz sowie ab Jahrgang 8 auch Sprachmittlung überprüft. Ab dem 7. Jahrgang besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Klassenarbeit durch eine mündliche Leistungsüberprüfung zu ersetzen.
Für die Sekundarstufe II gelten die Vorgaben der Rahmenrichtlinien.
Für die Bewertung der mündlichen Leistung werden neben Qualität und Quantität der mündlichen Beiträge auch Hausaufgaben, Tests, Präsentationen, Bereitschaft zur Übernahme zusätzlicher Aufgaben u. ä. berücksichtigt. Die Gewichtung der mündlichen und schriftlichen Noten orientiert sich an der nachfolgenden Tabelle.
Jahrgang | Anzahl der Klassenarbeiten | Gewichtung in %: Leistungsüberprüfung/sonstige Mitarbeit |
|---|---|---|
6 | 4 | i. d. R. 40/60 |
7 | 4 oder 3+1 mündl. Lernkontrolle | i. d. R. 40/60 |
8 | 4 oder 3+1 mündl. Lernkontrolle | i. d. R. 40/60 |
9 | 4 oder 3+1 mündl. Lernkontrolle | i. d. R. 40/60 |
10 (fortgeführt) | 3 | i. d. R. 30/70 1) |
10 (Neubeginn) | 4 | i. d. R. 40/60 |
Sek II | von Semester zu Semester unterschiedlich | i. d. R. 30/70 3) |
1) bei einer Leistungsüberprüfung im Halbjahr
2) bei 2 Leistungsüberprüfungen im Halbjahr
3) bei einer 2-stündigen Klausur im Semester
4) bei 2 Klausuren im Semester
5) bei einer 6-stündigen Klausur im Halbjahr
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